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Film Festival Cologne:
Noch mehr Filme und Serien

Das Film Festival Cologne vergrößert sich: Vom 10. bis zum 17. Oktober werden alle acht Säle des Filmpalasts am Hohenzollernring bespielt, gezeigt werden rund hundert Beiträge – knapp 30 mehr als 2018. Die Film Festival Cologne Awards wiederum werden zum ersten Mal im Kölner E-Werk verliehen, was eine aufwendigere Veranstaltung ermöglicht. Die ersten Preisträger wurden bereits bekannt gegeben. 

Das beliebte Publikumsfestival, das früher den Namen Cologne Conference trug, präsentiert Jahr für Jahr in verschiedenen Festivalreihen weltweite Trends und herausragende Arbeiten aus dem Bereich des audiovisuellen Erzählens und hat sich darüber hinaus als zentraler Branchentreff etabliert. Für das diesjährige Festival sichteten Programmchef Johannes Hensen und sein Team mehr als 1.000 Programme, so viel wie nie zuvor. Auffällig ist, dass mittlerweile mehr Kino- als Fernsehproduktionen eingereicht werden: In der Filmbranche hat das Film Festival Cologne noch einmal deutlich an Strahlkraft gewonnen.
Eröffnet wird das Festival dieses Mal mit der skurrilen französischen Komödie „Deerskin“ von Quentin Dupieux. Unter den vielen Programm-Highlights finden sich zudem der Goldene-Palme-Gewinner „Parasite“ von Bong Joon-ho, die HBO/Sky Atlantic-Miniserie „Catherine The Great“ mit Helen Mirren in der Titelrolle, das TV-Movie „Brexit – Uncivil War“ mit Benedict Cumberbatch als Boris Johnsons Chef-Berater Dominic Cummings und die Premiere des WDR/ARD-Fernsehfilms „Alte Bande“ mit Mario Adorf und Tilo Prückner in den Hauptrollen.

Neben den Festivalreihen stehen beim Film Festival Cologne auch die sogenannten Sessions im Mittelpunkt, die sich mit aktuellen Fragestellungen der Medienentwicklung befassen. Hierzu zählten unter anderem der European Series Day, bei dem Autoren, Produzenten und Sendervertreter über die Trends im europäischen Serienmarkt diskutieren, und der Global Day, auf dem die Relevanz von audiovisuellem Storytelling als entwicklungspolitisches Instrument erörtert wird. Beim Future Day stehen die Herausforderungen und Chancen, die sich durch die fortschreitende Digitalisierung unseres Lebens fürs Geschichtenerzählen ergeben, auf der Tagesordnung.

Bereits fest stehen die ersten Preisträger der Film Festival Cologne Awards. So geht der von der Film- und Medienstiftung NRW und der Stadt Köln gestiftete Filmpreis Köln in diesem Jahr an Nicolas Winding Refn. Der dänische Regisseur und Autor gilt als einer der wichtigsten Filmemacher der Gegenwart. Den Hollywood Reporter Award für den besten fiktionalen Beitrag in den Wettbewerbsreihen erhält der New Yorker Kultregisseur Abel Ferrara. Er feiert in Köln auch die Deutschlandpremiere seines autobiografisch gefärbten Dramas „Tomasso“, in dem Willem Dafoe mitwirkt. Erstmals überhaupt wird der Cologne Creative Award verliehen. Die Auszeichnung ehrt eine Persönlichkeit, die auf visionäre und kreative Art und Weise dazu beiträgt, die Zukunft des audiovisuellen Erzählens zu gestalten. Erster Preisträger ist der japanische Games-Entwickler und bekennende Cineast Hideo Kojima, zu dessen bekanntesten Arbeiten die Spielereihe „Metal Gear Solid“ zählt. Die weiteren Preisträger des Festivals werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben, die Preis-Verleihung findet am 17 Oktober 2019 im E-Werk statt.

„Die Filmemacher der Gegenwart, internationale Stars, das Filmschaffen aus NRW – das Film Festival Cologne überzeugt auch in seiner 29. Ausgabe mit einem großartigen audiovisuellen Rundumblick. Thematische ‚Sessions‘ und ‚Artist Talks‘ vertiefen die Perspektive, EWIP und Crew Call holen die kreative Branche zusammen und die Festivalreihen werden erneut das Publikum begeistern. Wir freuen uns auf eine spannende Festivalwoche in Köln“, sagt Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW. Und Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker erklärt: „Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen und der Film- und Medienstiftung NRW in unserer Medienstadt Köln ein so großartiges Filmfestival mitentwickeln können. Die Bedeutung des Festivals hat mittlerweile weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus Anerkennung gefunden. Dem Publikum wird dadurch stets auch ein exzellentes Schaufenster für die besten Kölner Produktionen geboten.“