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Film und Fernsehen: Aktuell geförderte Projekte

Unter den von der Film- und Medienstiftung NRW geförderten Projekten finden sich stets zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen von Kölner Unternehmen und Kölner Filmschaffenden. Hier finden Sie eine Übersicht, die ständig aktualisiert wird.

 

172. Sitzung der Film- und Medienstiftung NRW

Spielfilm

  • Die beiden Freundinnen Betty und Martha brechen mit Marthas schwerkrankem Vater im Auto auf in die Schweiz, da er dort vermeintlich zu einem Sterbehilfeverein will. Doch alles kommt anders. Auch als sie weiterreisen, um an das Grab von Bettys angeblich verstorbenen Stiefvaters zu fahren. Für das tragisch-komische Roadmovie begibt sich Regisseurin Nana Neul auf den Weg durch NRW, Italien und Griechenland. Das Drehbuch für „Töchter“ schrieb sie gemeinsam mit Lucy Fricke, deren Bestseller nun auf die große Leinwand kommt. Es spielen Birgit Minichmayr und Alexandra Maria Lara. (Heimatfilm, 900.000 Euro)
  • 1980 wird während des Iran-Irak-Krieg die iranische Ölhauptstadt Abadan belagert. Der 14-jährige Omid bleibt bei seinem Großvater, nachdem er vergeblich versucht hat, Soldat zu werden. Auf seinen Streifzügen durch die Stadt trifft er auf Menschen, die alle unterschiedliche Gründe haben zu bleiben. Als er ein altes Boot entdeckt und sich die Situation verschlimmert, will er sich und alle, die er liebt, retten. Die vielfach ausgezeichnete Regisseurin Sepideh Farsi realisiert den Animationsfilm „Die Sirene“. Djavahery Javad verfasste das Drehbuch des Kriegsdramas. (TrickStudio Lutterbeck, 200.000 Euro)
  • Hoch über dem Dorf Rafferskaff thront die Burg Grottenow. Dort haucht ein verrückter Professor seinen Kreaturen Leben ein. Das allererste Wesen, das er erschaffen hat, ist Stichkopf, der sich auch rührend um alle anderen Monster kümmert. Als ein Zirkus in die Stadt kommt, erliegt Stichkopf der Versuchung, endlich einmal beachtet zu werden. Steve Hudson adaptiert das Kinderbuch „Stitch Head“ von Guy Bass und übernimmt gemeinsam mit Toby Genkel die Regie der animierten Gruselkomödie. (Gringo Films, 900.000 Euro)


Dokumentarfilm

  • Einen ganz besonderen Heimatfilm realisiert Filippa Bauer mit „Traumhäuser“. In den jugoslawischen Nachfolgestaaten stehen teilweise riesige, aber leere Luxushäuser. Die Häuser zeigen die unterschiedlichen Lebensvorstellungen der verschiedenen Migrantengenerationen. Wollten die Eltern hier noch ihren Erfolg zeigen und irgendwann zurückkehren, wissen die Kinder teilweise nicht mehr, was heute mit den ehemaligen Traumhäusern anzufangen ist. (Blinker Film, 150.000 Euro)


TV-Serie

  • Anfang der 1950er Jahre wird ein kleiner westdeutscher Landstrich Standort einer amerikanischen Militärpräsenz. So kommen dort auch Freizügigkeit, individuelle Freiheit und Kapitalismus an. Der Vater der 25-jährigen Marie wurde enteignet, als er sich weigerte, Land seines Bauernhofes für den Bau der Militärbasis zu verkaufen. Ihre beste Freundin Erika, deren Vater Bürgermeister ist und als Bauunternehmer großen Profit wittert, wartet gemeinsam mit ihr auf die Rückkehr ihres Bruders Siegfried, der in russischer Kriegsgefangenschaft sitzt und Maries Verlobter ist. Dror Zahavi inszeniert die TV-Miniserie „Little America“ u. a. mit Elisa Schlott, Franziska Brandmeier, Benjamin Sadler, JonasNay und Anna Schudt zum Großteil in NRW. Benjamin Braeunlich und Christoph Mathieu verfassten die Bücher. (FFP New Media, 1 Mio. Euro)


Drehbuch

  • KHM-Absolventin und Regisseurin Sarah Winkenstette und Jenny Alten entwickelten im Mentoring Programm „Into the Wild“ das Kinoprojekt „Spielen“. Nun schreiben sie das Drehbuch um eine Mutter, die sich zwischen ihrer Kunst und ihrem Kind entscheiden soll. (20.000 Euro)
  • Die Kölner Autorin und Regisseurin Christina Ebelt schreibt mit „Monster im Kopf“ ein politisches Drama um eine junge Mutter, die darum kämpft, dass ihr Kind bei ihr bleiben kann, während sie wegen schwerer Körperverletzung eine Freiheitsstrafe absitzt. (20.000 Euro)
  • ifs-Absolvent und Studentenoscar-Gewinner Elmar Imanov schreibt in „Die Zärtlichkeit des Oktopus“ über eine Kleinfamilie mit Migrationshintergrund, deren Weg aus der vermeintlich familiären Stabilität in Auflösung und Desaster führt. (Color of May, 20.000 Euro)


Projektentwicklung

  • KHM-Absolvent Dirk Lütter befasst sich in „Erben“ wieder mit Arbeitswelten. Nach dem Tod ihres Vaters stellt die Tochter fest, dass es noch eine Halbschwester gibt, die in ärmlichen Verhältnissen in Griechenland lebt. Gegen alle Widerstände entscheidet sie sich, sie in die Firma aufzunehmen, was das Unternehmens- wie auch Familiengefüge aus den Angeln zu heben droht. (Made in Germany, 20.000 Euro)


Vorbereitung

  • „Pizza Kabul“ erzählt drei Kriegsgeschichten, die miteinander verflochten sind und die Schicksale von Menschen verbinden, die sich im Kriegsgewirr unentrinnbar in einem Netz aus Schuld und Versagen verheddern. Thomas Franke verfasste das Buch, Georg Maas führt Regie. (TrickStudio Lutterbeck, Heimatfilm, 65.000 Euro)

 

 

170. Sitzung der Film- und Medienstiftung NRW

Spielfilm

  • Mitte des 18. Jahrhunderts stellt sich eine Frau freiwillig und gesteht, ein kleines Kind getötet zu haben. In „Des Teufels Bad“, einem subtilen Horror-Film von Veronika Franz und Severin Fiala, stehen Valerie Pachner und Maria Hofstätter auch in NRW vor der Kamera von Martin Gschlacht. (Heimatfilm, 850.000 Euro)
  • Die Ärztin Marta hat sich mit ihrem Sohn Nathan nach einem längeren Auslandsaufenthalt auf das Gehöft ihres jetzigen Mannes Rudolf zurückgezogen, mit dem sie eine eher leidenschaftslose, aber doch durch echte Zuneigung geprägte Ehe führt. Zudem kann er ihr als letzter Spross einer reichen Unternehmerfamilie finanzielle Sicherheit bieten. Als der junge albanische Wanderarbeiter Valmir auftaucht, gerät das familiäre Gerüst ins Wanken. Sebastian Ko verfilmt den Neo-Noir-Film „Geborgtes Weiß“ nach dem Buch von Karin Kaçi. Susanne Wolff, UIrich Matthes und Nik Xhelilaj stehen zum Großteil in NRW vor der Kamera von Andreas Köhler. (Ester.Reglin.Film, 650.000 Euro)
  • In Albanien lernen sich 1958 die Kinder Luana und Agim kennen und wachsen gemeinsam auf. Aus der Kinderfreundschaft wird erste Liebe. Doch Luanas Vater ist außer sich, hat er seine Tochter doch schon lange Flamur versprochen. Als dieser im Streit Luanas Vater ermordet, sieht diese nur einen Weg, sich zu retten: Sie muss einen Schwur ablegen und ihr Leben als Mann fortsetzen. Bujar Alimani verfilmt „Die albanische Jungfrau“ mit Arta Dobroshi und Kasem Hoxha in den Hauptrollen nach dem Buch von Katja Kittendorf. (Elsani & Neary Media, 500.000 Euro)
  • Als die 54-jährige Marleen und der 32-jährige Fynn aufeinander treffen, könnten die Unterschiede nicht größer sein: Marleen versteckt sich in einer Wohnung, die vollgestellt mit Gegenständen ist, die für sie Bedeutung haben. Fynn reist mit einem kleinen Rollkoffer, in den alles passt, was ihm gehört. Regisseurin Nadja Brunckhorst hat mit Martin Rehbock das Drehbuch zu „Müll Unfug Liebe“ verfasst und dreht mit Corinna Harfouch und Daniel Sträßler komplett in NRW. (Lichtblick Film, 500.000 Euro)
  • In einer fernen Zukunft ist China die herrschende Weltmacht, doch Wasser gibt es dort nicht mehr. Als die Tochter und designierte Nachfolgerin eines angesehenen Teemeisters eine geheime Wasserquelle findet, begibt sie sich auf eine gefährliche Reise. Saara Saarela inszeniert den Science-Fiction-Film „Der Geschmack von Wasser“ mit Saga Sarkola und Mimosa Willamo auch in NRW. (Pandora Film, 480.000 Euro)

 
Dokumentarfilme

  • Milo Rau inszeniert in Form eines Passionsspiels „Das neue Evangelium“ im süditalienischen Matera mit einem Cast aus Flüchtlingen und arbeitslosen Kleinbauern. Dabei geht er der Frage nach, was Jesus heute predigen würde und liefert so ein Manifest der Solidarität mit den Ärmsten und eine filmische Revolte für eine gerechtere, humanere Welt. (Fruitmarket, 230.000 Euro)
  • Der Düsseldorfer Kunstberater Helge Achenbach konnte stets gut verkaufen. Allerdings betrog er dabei, was für ihn eine mehrjährige Gefängnisstrafe zur Folge hatte. Birgit Schulz und Marita Loosen-Fox zeigen mit „Der Illusionist“ eine Groteske über die Entwicklung des Kunstmarktes, der sich zur Spekulationsbörse entwickelt hat, getrieben von Gier und Geltungssucht. (Bildersturm, 150.000 Euro)

 
TV-Projekte und Serien

  • Das Biopic „Berthold Beitz – Ein unruhiges Leben“ erzählt von der Begegnung zweier außergewöhnlicher Männer. Die Krupp-Stiftung unter Leitung von Berthold Beitz beauftragt den Historiker Golo Mann, eine Biografie über Alfried Krupp zu verfassen. Der Auftrag verbindet die beiden ungleichen Männer und lässt eine ungewöhnliche Freundschaft entstehen. Dror Zahavi dreht zur Hälfte in NRW mit Sven-Eric Bechtolf und Edgar Selge in den Hauptrollen. (Zeitsprung Pictures, 900.000 Euro)
  • Die Köln-Nippeser Elterninitiative hat endlich ihre Kita eröffnet. Und nachdem die erste Staffel die Bühne erschaffen hat, erzählt die zweite Staffel das tägliche Drama. In „Andere Eltern - 2. Staffel“ nimmt die Kita ihren Betrieb auf und der Alltag erweist sich als nervenaufreibender als je gedacht. Lutz Heineking realisiert die zweite Staffel seiner Comedy Mockumentary wieder mit dem bewährten Cast um Lavinia Wilson, Nadja Becker und Johanna Gastdorf. (eitelsonnenschein, 600.000 Euro)
  • Kurz nachdem in Berlin die Lieferung von Sturmgewehren genehmigt wurde, wird der Waffenmanager Peter Richter in Algerien entführt. Ralf Eley, BKA-Verbindungs-Beamter in der deutschen Botschaft in Algier, versucht, Richter auf eigene Faust zu befreien. Katharina Prinz, Nahost-Abteilungsleiterin im Auswärtigen Amt, setzt den Stopp aller Waffenlieferungen nach Nordafrika durch. Regisseur Jalil Lespert verfilmt den Roman „Ein paar Tage Licht“ von Oliver Bottoni mit Tom Wlaschiha, Martin Brambach und Johanna Gastdorf auch in NRW. (Eikon Media, 500.000 Euro)


Drehbuch

  • Autor Türker Süer schreibt in „Brüder“ über die ungleichen Brüder Sinan und Kenan, die in der Westtürkei 2016 aufeinandertreffen, als einer der beiden den anderen an ein Militärgericht ausliefern muss. (20.000 Euro)


Vorbereitung

  • KHM-Absolventin Alisa Bergers und Thorsten Krämers wurden für ihr Drehbuch „The Housewife“ bereits ausgezeichnet. Die Dreharbeiten für den Film um die junge Lucy, die einen Mom-Balloon entwickelt, der die Geburtsfähigkeit vom Körper der Frau entkoppeln soll und so Frauen aus ihrer bisherigen Ordnung befreit, werden nun vorbereitet. (Fortis Fem Film, 25.000 Euro)



Verleih

  • Eröffnungsfilm der Berlinale-Reihe Perspektive Deutsches Kino war Tamer Jandalis „easy love“. Ab 10. Oktober kann das Ringen um Liebe auf der großen Leinwand gesehen werden. (mindjazz, 30.000 Euro)
  • „Kleine Germanen“ erzählt in einer Verbindung als Animations- und Dokumentarfilm von Kindern, die in rechtsextreme Familien hineingeboren werden und täglich aufs Hassen getrimmt werden. Ab 9. Mai bundesweit in den Kinos. (Little Dream Entertainment, 25.000 Euro)

 

 

169. Sitzung der Film- und Medienstiftung NRW

 

Spielfilm

  • Eine Mars-Mission in naher Zukunft. Kurz nach dem Start entdeckt die dreiköpfige Besatzung einen blinden Passagier an Bord. Sie haben jedoch den „Point of No Return“ bereits überschritten und nur Sauerstoff für drei Personen … Regisseur Joe Penna verfasste das Drehbuch des Sci-Fi Dramas „Stowaway“ gemeinsam mit Ryan Morrison. Auch in NRW vor der Kamera stehen Anna Kendrick und Toni Collette. (augenschein, 1,2 Mio. Euro) 
  • Erst hieß es „Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft“, dann waren die Eltern an der Reihe, und nun folgt „Hilfe, ich hab meine Freunde geschrumpft“. Sven Unterwaldt dreht nach dem Drehbuch von Gerrit Hermans wieder mit Oskar Keymer, Anja Kling, Axel Stein und Andrea Sawatzki auch in NRW. (Karibufilm, 792.628 Euro)
  • Nach der erfolgreichen Trilogie kommt mit „Die Mucklas… Und wie sie zu Pettersson und Findus kamen“ das Spin-off in die Kinos. Die immer aufgeräumtere Welt wird für die kleinen, die Unordnung liebenden Kobolde immer schwieriger. Als der letzte Stamm auch noch einen alten, gemütlichen Krämerladen räumen muss, beginnt eine abenteuerliche Reise. Regisseur Ali Samadi Ahadi dreht mit Uwe Ochsenknecht, André Jung und Christine Urspruch. Das Buch verfasste Thomas Springer. (Tradewind Pictures, 650.000 Euro)
  • Der mit dem Studenten-Oscar ausgezeichnete Regisseur und ifs-Absolvent Elmár Imánov dreht nach eigenem Drehbuch die Tragikomödie „Rastlos“. Das Vater-Sohn-Drama erzählt von den Veränderungen, die der nahe Tod des Vaters mit sich bringt. Lenn Kudrjawizki übernimmt die Hauptrolle für den Kinofilm, der komplett in NRW gedreht wird. (Color Of May, 500.000 Euro)
  • Ein Biopic über den Schriftsteller, Dramaturgen und Regisseur Thomas Brasch realisiert Regisseur Andreas Kleinert. Als deutsch-jüdischer Emigrant in England geboren, übersiedelt Brasch mit seiner Familie Anfang der 50er Jahre in die DDR. Dort wird er schnell zum Rebellen, der weder die Autorität des Vaters noch des Staates anerkennt. Fernsehpreisträger Albrecht Schuch steht mit Jella Haase und Ursula Strauss vor der Kamera. (Zeitsprung Pictures, 500.000 Euro)
  • Roy vermasselt es mal wieder gründlich, als er sich am Vorabend seiner Hochzeit mit Jackie einlässt, der deutschen Ex-Freundin seiner Zukünftigen Sylvia. Wieder nüchtern vereinbaren beide ein Rennen auf dem Nürburgring um Sylvias Gunst. Hallvard Bræin inszeniert die Road-Movie-Komödie „Nørbørgring“ mit Ken Duken, Milan Peschel, Peter Kurth und Henning Baum ebenfalls in NRW. (Gifted Films West, 300.000 Euro)

 

Dokumentarfilm 

  • Seit der digitalen Zeitenwende stehen Journalisten wie selten zuvor in der Kritik. Regisseur und KHM-Absolvent Miguel Müller-Frank, der 2017 mit dem Förderpreis für junge Künstler des Landes NRW in der Kategorie Film ausgezeichnet wurde, beobachtet in „Mit eigenen Augen“ die Redaktion des renommierten ARD-Politikmagazins Monitor bei der Entstehung mehrerer Sendungen. (2 Pilots , 120.000 Euro) 
  • Am 31. Dezember 1999 begann die politische Ära von Wladimir Putin. Die an dem Tag geborenen Kinder sind mittlerweile volljährig. Regisseurin Irene Langemann begleitet Jugendliche unterschiedlicher Milieus an verschiedenen Orten Russlands. So ergibt sich in „Russlands Millenniumskinder“ ein mosaikartiges Porträt einer Generation, die nur das Russland unter Wladimir Putin kennt. (Lichtfilm, 75.000 Euro) 

  

Drehbuch

  • Regisseur und Autor Ilian Metev, der in Locarno bereits als Filmemacher der Gegenwart ausgezeichnet wurde, schreibt „Plateau“, eine Geschichte, die wieder in Sofia spielt. (Sutor Kolonko, 20.000 Euro)
  • Julian Pörksen schreibt mit „To Be Continued“ ein Buch über das Sterben als komische und surreale Auseinandersetzung mit dem letzten Abschied. (20.000 Euro)