Aktuelles

Zurück

„Köln ist ein Epizentrum der Medien- und Kreativwirtschaft“

Vom 25. September bis zum 1. Oktober 2015 findet die 25. Cologne Conference statt. Direktorin Martina Richter wirft einen Blick zurück – und schaut in die Zukunft.

 

Die Cologne Conference feiert Jubiläum. Was waren Ihre persönlichen Highlights des ersten Vierteljahrhunderts?

In den 24 Jahren haben sich unzählige Schätze angesammelt. Besonders hochkarätig waren bei uns immer die internationalen Serien. Bereits 1991 ging es los mit „Twin Peaks“, einer wirklich wegweisenden und stilgebenden Serie. 20 Jahre später haben wir den Macher David Lynch hier mit dem Filmpreis Köln ausgezeichnet. Im Serienbereich hatten wir immer ein gutes Gespür, auch das BBC-Original von „House of Cards“ lief Anfang der 90er bei uns. „24“, „Emergency Room“, „The Wire“, „Mad Men“, „Breaking Bad“ – um nur einige Highlights zu nennen, die wir meistens weit vor TV-Ausstrahlung nach Deutschland geholt haben. Neben diesen internationalen Hits hatten wir in den 24 Jahren nahezu alle relevanten deutschen TV-Persönlichkeiten mit ihren Projekten hier. Es gab auch immer wieder Überraschungen wie zum Beispiel noch im vergangenen Jahr mit „Altersglühen“, einem sehr innovativen WDR-Film mit Allstar-Besetzung, mit dem man kaum rechnen konnte. Höhepunkte haben wir auch mit großen Kinofilmen feiern können. In dem Bereich sind wir besonders in den letzten fünf Jahren auf einem guten Weg – häufig haben wir großes Weltkino direkt aus Cannes hier nach Köln geholt.

 

Woraus speist sich die Bedeutung der Cologne Conference, und welche Rolle spielt der Standort Köln dabei? 

Die Cologne Conference entstand Anfang der 90er Jahre im Zuge eines großen Strukturwandels, bei dem auch mehr und mehr die Medien in den Mittelpunkt rückten. Es gab eine große Dynamik auch jenseits klassischer Filmfestivals hin zum Massenmedium Fernsehen. Köln war für die Entstehungszeit der Cologne Conference der einzige Ort, wo es Sinn gemacht hat. Dass dieses damals etwas waghalsige Vorhaben seine Berechtigung hatte, können wir heute recht objektiv bestätigen. Köln ist ein Epizentrum der Medien- und Kreativwirtschaft, und die Cologne Conference dient als Plattform und Begegnungsstätte für die verschiedenen Disziplinen. Mit der Digitalisierung kommen neue Herausforderungen auf die Gesellschaft und die Branche zu, zum Glück ist die „digitale Hauptstadt“ Köln da sehr gut aufgestellt, und wir sind froh, auch da unseren Beitrag zu leisten. In unseren Branchenseminaren wie den Lectures und den Cologne Conference Futures werfen wir stets einen Blick auf Innovationen und hinterfragen Themen kritisch, die uns zukünftig beschäftigen werden. Eine große Bedeutung haben für uns aber auch die internationalen Stars, die wir jährlich nach Köln holen. Von Medienmogulen wie Rupert Murdoch oder Leo Kirch bis hin zu Kino-Größen wie Lars von Trier, David Lynch, Christoph Walz und Isabelle Huppert  haben wir viele imposante Namen hier versammelt. Und was uns besonders freut, alle kommen sehr gerne nach Köln.

 

Worauf freuen Sie sich in diesem Jahr besonders?

Der seit 2007 verliehene Filmpreis Köln etabliert sich zunehmend und hat internationale Bedeutung. Daher sind wir sehr stolz, dass mit Paolo Sorrentino einer der wichtigsten europäischen Regisseure in diesem Jahr in die Domstadt kommt. Er gewann letztes Jahr mit seinem Film „La Grande Belezza“ einen Oscar; mit der Deutschlandpremiere seines neuen Meisterwerks „Ewige Jugend“ werden wir das Festival eröffnen. Ein weiteres Highlight wird die Premiere der gefeierten US-Serie „Mr. Robot“, dafür kommt unter anderem Hollywood-Star Christian Slater angereist. Neben diesen und weiteren internationalen Hits werfen wir auch einen Blick auf regionale Produktionen. Mit der neuen Reihe „Made in NRW“ präsentieren wir fünf Kinofilme, die hier gedreht wurden oder von lokalen Produzenten stammen – alle Filme wurden bereits international ausgezeichnet. Hinzu kommt, dass wir viele exklusive Branchenevents wie die Lectures, Programmpräsentationen, Partys und Empfänge zu bieten haben.

 

Weitere Informationen unter: www.cologne-conference.de

 

 

Stand: September 2015