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Studie zur Internetnutzung:
Zu wenig Schutz im Netz

Nicht einmal zwei von zehn Unternehmen schützen ihre Internet-Domain wirksam vor Phishing-Attacken durch Cyberkriminelle. Das stellt die Studie „Internetnutzung deutschsprachiger Unternehmen“ fest, die eco anlässlich des 50. Geburtstags des Internet veröffentlicht hat.

Anhand von 13 Kriterien untersuchte die Studie die Internetnutzung der 5.048 wichtigsten Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Wie gut ist die Sichtbarkeit in Suchmaschinen, die Ladezeit der Webseite und wie sicher sind Unternehmen vor Cyberattacken? Wie steht es um die Social-Media-Kanäle und erfüllen die Newsletter alle rechtlichen Anforderungen? Die Studienergebnisse geben darauf differenzierte Antworten für unterschiedliche Branchen. So sind vor allem Unternehmen aus der Beratungs- und IT-Branche in Sachen Sicherheit und Social-Media weiter als andere, Webseiten von Airlines schneiden ebenfalls überdurchschnittlich gut ab.

Den größten Nachholbedarf zeigt die Studie vor allem bei kleineren Unternehmen im Bereich der Domainsicherheit. Gerade einmal 17 Prozent der Unternehmen überprüfen regelmäßig, ob Dritte in ihrem Namen gefälschte E-Mails versenden. Wie mit diesen Mails verfahren werden soll, legen sogar nur vier Prozent fest. „Es ist erschreckend, wie viele Unternehmen den Schutz ihrer Absenderdomain links liegen lassen, obwohl der erste Schritt weder mit großartigem monetären oder zeitlichen Aufwand verbunden ist“, kommentiert Torsten Schwarz, einer der Autoren und Leiter der eco Kompetenzgruppe Online-Marketing die Studienergebnisse.

Großes Verbesserungs-Potenzial sieht die Studie auch bei der Ladezeit von Webseiten auf mobilen Geräten. Neben der Analyse des aktuellen Status quo ermöglicht die Studie  den Unternehmen, sich mit ihrer Branche zu benchmarken, Optimierungspotenziale für die eigene Internetnutzung zu finden und zudem auch brancheninterne oder -fremde Best Practices ausfindig zu machen, etwa um die Sicherheit zu erhöhen.

„Jetzt ist die Zeit zu handeln“, sagt eco Hauptgeschäftsführer Harald A. Summa. „Wer nachhaltig wettbewerbsfähig bleiben will, der muss die eigene Internetpräsenz jetzt fit machen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen. Lassen Sie uns gemeinsam das Internet als eine Schlüssel- und Querschnittstechnologie sicher und verantwortungsvoll gestalten. Dann bleibt es das, was es auch sein soll – ein wesentlicher Treiber für die gesamte Wirtschaft.“